WERTHER

Nach Johann Wolfgang von Goethe

Werther

Fotos: ©MEYER ORIGINALS

Wenn die Welt sich verändert, wandeln die menschlichen Gefühle sich mit ihr, doch mit anderer Geschwindigkeit. Wehe, wenn Welt und Gefühle nicht mehr zusammenpassen. Goethes „Leiden des jungen Werther“ ist ein Buch über die Macht der Gefühle – der leidenschaftlich-fiebrigste und wohl auch gefährlichste Roman deutscher Sprache. Als „Werther-Effekt“ wird die Annahme bezeichnet, dass erzählte und tatsächlich vollzogene Selbstmorde miteinander zusammenhängen.

In Goethes Roman berichtet die Titelfigur Werther, ein junger Mann, in Briefen, wie er sich nach und nach ins Verderben stürzt beim Versuch, sein Empfinden in Einklang zu bringen mit einer Gesellschaft im Umbruch. Das Werk steht an der Schwelle des Maschinenzeitalters; 1769, fünf Jahre vor Erscheinen der Erstausgabe, ließ James Watt die Dampfmaschine patentieren. Natur, Gemeinschaft, Familie, nirgendwo findet Werther mehr eine Heimat. Vor allem aber ist „Werther“ die Geschichte eines gebrochenen Herzens. Er verliebt sich auf den ersten Blick: Als Lotte, verlobt mit Albert, ihren zahlreichen Geschwistern das Brot schneidet, verliert er sich an sie.

Mit Carl Bruchhäuser | Bearbeitung und Inszenierung Guido Rademachers | Bühne, Lichtdesign und Video Christoph Wedi | Kostüme Regina Rösing | Musik und Ton Vasko Damjanov

Premiere 15. März 2019
Die nächsten Vorstellungen: 20., 24. April / 5., 10., 24., 25. Mai / 14. Juni 2019, jeweils 20:00 Uhr

Kartenbuchung

Presse

" Carl Bruchhäuser geht bei seinem furiosen Soloautritt als Werther mit der beachtlichen Textmenge konzentriert um. (...) Auf dem pergamentartigen Vorhang blitzen derweil immer wieder Textzeilen auf, die Werthers Entfremdung in einen gesellschaftlichen Kontext einbinden und dem Publikum so einen Wissensvorsprung vor dem unglücklichen Helden gewähren. So lässt sich 'diese entsetzliche Lücke', die Werther in seiner Brust spürt, auch als Ausdruck einer Zerrissenheit sehen, die als Phänomen unbedingt zeitlos daherkommt." Kölner Stadt-Anzeiger